Sprachen Ardas

JRR Tolkien erfand für Arda und die Wesen in ihr eine Vielfalt von Sprachen. Besonderes Augenmerk legte er hierbei auf die Elben Sprachen. So gibt es hier viele verschiedene Dialekte und Formen. Das Erfinden von Sprachen war auch lange Tolkiens größte Leidenschaft.

Sindarin

Das Sindarin hat sich im Ersten Zeitalter unter den im Westen von Mittelerde zurückgebliebenen Teleri herausgebildet. Es gibt viele mundartliche Abwandlungen des Sindarin, wie zum Beispiel das der Elben in Lothlórien. Im Ersten Zeitalter wird das Sindarin auch von den aus Aman zurückgekehrten Nolder und von den Edain gesprochen. Bis zum Dritten Zeitalter ist es die Verkehrssprache Mittelerdes, dann wurde es vom Westron verdrängt.

Das Sindarin unterscheidet sich durch folgendes vom Quenya: die meist konsonantischen Wortwendungen, die Beibehaltung der urelbischen Spiranten th und dh (im Quenya werden sie zu s), den Gebrauch von y als Vokal (mit dem Lautwert Ü) statt als Konsonant (j) und Verschiebungen mancher Lautgruppen. Das Sindarin ist weniger vokal- und silbenreich und von rauherem Wohlklang als das Quenya.

Um schriftliche Aufzeichnungen des Sindarins zu machen, hat Daeron von Doriath die Cirth oder „Runen“ erfunden. Aber später gaben die Sindar dem feanorischen Tengwar den Vorzug.

Quenya

Weil Quenya die Sprache der Vanya, Noldor und Teleri, die nach Aman gezogen sind, ist, wird sie auch als die Sprache von Valinor oder Hochelbisch bezeichnet.

Quenya – es steht dem Urelbisch näher als das Sindarin – ist nach seiner Verächtung durch Thingol in Mittelerde mehr und mehr zur Sprache der Gelehrten und der Überlieferung geworden.

Zu Einbliccken in die Grammatik dieser Sprache reicht unsere Kenntnis nicht aus. Doch bot sie wie das Latainische sicher viel Freiheit in der Wortstellung.

Quenya wird meistens im Tengwar wiedergegeben.

Westron

Westron ist die Gemeinsame Sprache der Menschenvölker im Westen Mittelerdes während des Dritten Zeitalters. Es beruht auf dem Adunaischen der Númenórer. Weil Westron die allgemeine Verkehrssprache ist, wird es auch von Zwergen, Hobbits, Elben und Orks gebraucht.

Bei den vornehmen Dúnedain-Familien in Gondor wird auch das Sindarin täglich benutzt. Orts- und Personennamen sind oft im Sindarin, Namen der Könige und Eintragungen in den Schriftrollen das Staatsarchivs von Minas Tirith in Quenya.

Khuzdul

Khuzdul ist die geheime Sprache der Zwerge, die im Dritten Zeitlater immer mehr zu einer Gelehrtensprache wird. Aus der Zwergensprache kennen wir nur Ortsnamen wie Khazad-dum (Moria) oder den Schlachtruf, mit dem Gimli vor dem Tor der Hornburg zwischen den Orks fuhr: Baruk Khazâd! khazâd aimênu! („Äxte der Zwerge! Zwerge über euch!“)

Die Namen der Zwerge, die wir kennen, sind keine echten Zwergennamen. Ihre echten Zwergennamen halten sie geheim, nicht mal auf den Grabstein lassen sie sie schreiben.

Adúnaisch

Adúnaisch ist die Sprache der Dúnedain. Sie wird auch als Númenórisch bezeichnet. Adúnaisch ist die Vorläuferin des Westron und die Umgangssprache der Númenorer. Aus dieser Sprache sind uns nur wenige Wörter bekannt, die meisten Königsnamen.
Ursprünglich war sie die Sprache des Hauses Hador und somit den Sprachen der Edain verwandt. Sie wurde stark vom Elbischen beeinflusst, war in Númenor jedoch eher die Sprache des Volkes, da den meisten Sindarin geläufig war und im Königshaus bis zu den Tagen Ar-Atanamirs als Muttersprache galt.