Das Sindarin hat sich im Ersten Zeitalter unter den im Westen von Mittelerde zurückgebliebenen Teleri herausgebildet. Es gibt viele mundartliche Abwandlungen des Sindarin, wie zum Beispiel das der Elben in Lothlórien. Im Ersten Zeitalter wird das Sindarin auch von den aus Aman zurückgekehrten Nolder und von den Edain gesprochen. Bis zum Dritten Zeitalter ist es die Verkehrssprache Mittelerdes, dann wurde es vom Westron verdrängt.
Das Sindarin unterscheidet sich durch folgendes vom Quenya: die meist konsonantischen Wortwendungen, die Beibehaltung der urelbischen Spiranten th und dh (im Quenya werden sie zu s), den Gebrauch von y als Vokal (mit dem Lautwert Ü) statt als Konsonant (j) und Verschiebungen mancher Lautgruppen. Das Sindarin ist weniger vokal- und silbenreich und von rauherem Wohlklang als das Quenya.
Um schriftliche Aufzeichnungen des Sindarins zu machen, hat Daeron von Doriath die Cirth oder „Runen“ erfunden. Aber später gaben die Sindar dem feanorischen Tengwar den Vorzug.